Berlin Marathon 2014

Nach 12 Wochen Trainingsplan war nun das Wochenende gekommen, an dem es zum Berlin Marathon 2014 gehen sollte. Am Samstag früh, um kurz nach halb acht, ging es los nach Berlin. Nach ca. fünf Stunden Fahrzeit war das Ibis West erreicht, dass für zwei Tage unsere Unterkunft war. Dort angekommen war bereits in der Eingangshalle ein Aufsteller zu finden, drauf der Hinweis, dass es am Sonntag wegen des Marathons bereits schon ab 6 Uhr Frühstück gibt. Gut damit war klar, dass das Frühstück gesichert war, denn die Anreise zum Startgelände sollte man so früh wie möglich antreten, um nicht hinterher in Stress zu verfallen. Nach dem Check In ging es dann mit der U-Bahn in Richtung Haltestelle „Platz der Luftbrücke“. Wo die Berlin Vital (Marathon-Messe) stattfand und man sich die Startunterlagen holen konnte.

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Auf dem Gelände des alten Berliner Flughafens Tempelhof, war einiges geboten. Eigentlich hatte ich vermutet, dass ich nun mindestens eine halbe Stunde wegen der Startnummer und nochmal eine halbe wegen der Änderung des Startblockes von H in E anstehen müsste. Aber nein, innerhalb von 10 Minuten hatte ich meine Startnummer und die Startblockänderung war auch erledigt. Wahnsinn! An dieser Stelle großes Lob an die Organisatoren.

Am Abend ging es dann in ein super gutes italienisches Restaurant, wo ich dem Kellner erklärte, dass ich wegen morgen eine größere Portion Nudeln möchte. Das wurde dann quittiert mit „danne machen wir doppelte Portion“ 🙂 und „willst du wohl Erster werden“, woraufhin ich entgegnete „Nein, aber Zweiter“ :-).

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Nach einer guten Nacht ging es dann pünktlich um kurz nach sechs Uhr zum Frühstück und um 6:45 mit der U und S-Bahn in Richtung Hauptbahnhof zum Startbereich am Reichstagsgelände.

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Der Weg zum Start war gar nicht zu verfehlen. Es war eine unendliche Menschenschlange vom Hauptbahnhof in Richtung Startbereich, die nicht wirklich abriss.

Das Startgelände war gut strukturiert und es gab eigentlich nur eines bei dem man warten musste. Natürlich muss jeder Läufer vor dem Wettbewerb noch einmal auf die Toilette und so gab es an den Dixies durchaus einiges an Wartezeit, die man einkalkulieren musste.

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Nach gefühlten 20 Minuten war aber auch dies geschafft und endlich das unnötige Equipment an der Kleiderausgabe hinterlegt. Nach kurzer Wegstrecke ging es dann auch schon in Startblock E (Teil der ersten Startwelle), wo sich schon einige Läufer eingefunden hatten. Zu diesem Zeitpunkt war es ca. 45 Minuten vor dem Start.

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Nachdem zunächst die Handbiker und die Rollstuhlfahrer gestartet wurden ging es dann um 8:45 auch für die Läufer an den Start. Nach dem Startschuss schien es eine Ewigkeit zu dauern, bis sich das Feld in Bewegung setzte und es langsam der Startlinie entgegen ging. Nun galt es 42,195 km zu bewältigen. Die ersten 10 km waren sehr schwierig, da das Feld trotz der breiten Straßen von Berlin sehr eng war und es teilweise fast unmöglich war Läufer zu überholen. Stück für Stück lockerte sich das Feld jedoch auf, wobei es während des gesamten Rennens nie dazu kam, dass man vollkommen alleine auf der Strecke war. Es ist schon Wahnsinn, diese Mengen an Läufern zu sehen. Insgesamt gingen 40.004 Läuferinnen und Läufer an der Start, wovon über 36.000 das Ziel erreichten.

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Das Bild zeigt die Strecke inkl. Durchschnittsgeschwindigkeit und weiterer Daten.

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Diese Bild zeigt die Rundenzeiten.

Bis Kilometer 21 ging es eigentlich recht gut voran, auch bis km 30 konnte ich mein Tempo einigermaßen gut halten. Dann wurde es allerdings von km zu km schwerer und ich musste etwas das Tempo heraus nehmen. In jedem Fall war ich sehr froh, als das Brandenburger Tor vor mir auftauchte und erst recht, als ich den Zieleinlauf sehen konnte. Ich war super glücklich als ich über die Ziellinie lief und das auch noch mit einer persönlichen Bestzeit von 3 Stunden 8 Minuten und 58 Sekunden – fast 12 Minuten schneller als bei meinem ersten Marathon in Würzburg im April diesen Jahres.

Bereits jetzt steht fest, das war nicht mein letzter Marathon. Die Anmeldung für den Hamburg Marathon 2015 ist bereits gebongt und somit freue ich mich auf das nächste Event im April 2015.

Urkunde